Am Samstag werden sich Verena und ich auf unsere vorletzte Rundreise hier in Kambodscha machen. Wir werden ueber Pursat und Battambang nach Siem Riep fahren und uns dort Angkor Wat anschauen. Wir haben und die groesste Touristenattraktion Kambodschas bis zum Schluss aufgehoben :-)
Auf dem Land war es sehr schoen. Wir haben gestern auch mal ein paar Stunden Englischunerricht gegeben und die Bibliothek haben wir auch fertigstellen koennen. Ja wir haben sie auch implementiert. Ich bitte es zu verzeihen wenn sich bei meinen Eintraegen ab und zu mal ein kleiner Fehler einschleicht.
Ansonsten gibt es dort leider noch keinen richtigen Strom (kommt erst im Oktober dorthin), er kann nur ueber Generatoren erzeugt werden. Auch so ist das Leben dort ziemlich einfach. Wenn man so unter sehr einfachen Bedingungen lebt, wird einem erstmal klar, wie viel Luxus man im taeglichen Leben gewohnt ist. Es ist deshalb Luxus da die meisten Menschen auf dieser Welt nicht darueber verfuegen.(fester Stromanschluss, fliessendes Wasser, Kanalisation....) Wir sind schon ganz schoen verweichlicht.
Donnerstag, 1. Juli 2010
Sonntag, 27. Juni 2010
Die Schule ist eröffnet / ein paar Tage aufs Land
Am Freitag haben wir die Einweihung der Schule gefeiert. Ganz nach kambodschanischer Tradition wurde das Haus am Vormittag von vier Mönchen gesegnet und es gab eine Menge anderer religiösen Zeremonien. Ab Nachmittag wurde dann ausgiebig gefeiert, es gab viel Essen, Bier und es wurde getanzt - sogar eine Live Band war da. Es war wirklich ein schönes Fest.
Heute werden wir für ein paar Tage aufs Land fahren und mit Phakdey in der Englischschule wohnen. Dort wartet noch ein bisschen Arbeit auf uns, wir müssen bspw. die Bibliothek fertigstellen (Bücher registrieren, Ausleihsystem implemtieren)...
Heute werden wir für ein paar Tage aufs Land fahren und mit Phakdey in der Englischschule wohnen. Dort wartet noch ein bisschen Arbeit auf uns, wir müssen bspw. die Bibliothek fertigstellen (Bücher registrieren, Ausleihsystem implemtieren)...
Mittwoch, 23. Juni 2010
Fussball gucken in Kambodscha
Man ist das ein Scheiss! Extra sind wir wach geblieben (also bis 1.30 Uhr) und haben uns ein zweites Hotelzimmer genommen wo es auch einen Fernseher gibt, der Typ vom Guesthouse hat uns heute nämlich gesagt, dass das Fussball gucken hier in seinem Guesthouse nicht möglich sei. Jetzt zeigen beide scheiss Sender, der vietnamesische und der chinesische nur das Australien Serbien Spiel. Die kambodschanischen Sender haben noch nicht mal die Rechte gekauft. So ne kacke, jetzt verfolge ich es über den Liveticker und hab einen mega Hals, naja zumindest steht es mittlerweile eins zu null für Deutschland.
Dienstag, 22. Juni 2010
Ganz neue Bilder von Laos in der Diaschau
Wir sind wieder in Kambodscha - in Kratie, einer kleinen Stadt am Mekong. Laos war super schön, wir haben auch viele Bilder gemacht, eine Auswahl findet ihr in der Diaschau.
Samstag, 19. Juni 2010
Nach langer Busfahrt endlich 4000 Islands
Nach zwei echt langen und harten Fahrten sind Verena und ich endlich ganz im Sueden von Laos an der Grenze zu Kambodscha angekommen. Das Gebiet heisst 4000 Islands weil es hier unheimlich viele Inseln im Mekong gibt - ob es jetzt wirklich 4000 sind, wer weiss.
Wir haben zwei Naechte in Folge in Bussen verbracht. Auf der ersten Fahrt fuhren wir von Luang Prabang nach Vientiane, 11 std. mit voll wenig Beinfreiheit durch die Berge grauhenhafte Fahrt. Dann waren wir tagsueber in Vientiane um dann am Abend nach dem schrecklichen Deutschlandspiel, diesmal mit einem Sleeping Bus (mit Betten drin) nochmal 12 std hierher zu fahren. Der Bus war besser, weil es Liegemoeglichkeiten gab, aber die Betten waren eher fuer Menschen bis 150 konzipiert.
Hier ist es echt schoen, man ist umgebend von Wasser und ueberall schwirren bunte Schmetterlinge herum. Morgen werden wir uns mal ein Fahrrad leihen und die Insel erkunden. Hier gibt es auch Suesswasserdelphine, mal schauen ob wir die Gelegenheit haben auch solche zu sehen.
Wir haben zwei Naechte in Folge in Bussen verbracht. Auf der ersten Fahrt fuhren wir von Luang Prabang nach Vientiane, 11 std. mit voll wenig Beinfreiheit durch die Berge grauhenhafte Fahrt. Dann waren wir tagsueber in Vientiane um dann am Abend nach dem schrecklichen Deutschlandspiel, diesmal mit einem Sleeping Bus (mit Betten drin) nochmal 12 std hierher zu fahren. Der Bus war besser, weil es Liegemoeglichkeiten gab, aber die Betten waren eher fuer Menschen bis 150 konzipiert.
Hier ist es echt schoen, man ist umgebend von Wasser und ueberall schwirren bunte Schmetterlinge herum. Morgen werden wir uns mal ein Fahrrad leihen und die Insel erkunden. Hier gibt es auch Suesswasserdelphine, mal schauen ob wir die Gelegenheit haben auch solche zu sehen.
Mittwoch, 16. Juni 2010
Buddhismus
Auch wenn kommunistische und sozialistische Regime wie in Laos, Kambodscha und Vietnam versucht haben, den Buddhismus aus dem gesellschaftlichen Leben zu verbannen, ist er in allen Laendern Sued Ost Asiens, die ich bereist habe, sehr praesent. In Thailand, Kambodscha und Laos wird der Theravada Buddhismus praktiziert, wohingegen es in Vietnam der Mahayana Buddhismus (Grosses Fahrzeug weil der Weg zum Nirvana einer groesseren Anzahl von Glaeubigen offen steht) ist. Der Theravada Buddhismus verfolgt in erster Linie die persoenliche endgueltige Befreiung vom Leiden und diese ist nur durch die strikte Befolgung der urspruenglichen Lehre Buddhas moeglich.
Im Buddhismus gibt es keinen Schoepfergott und Buddha ist auch nicht mit Jesus zu vergleichen, er ist vielmehr ein Lehrer, der aus eigener Kraft seine Erleuchtung erlangte und anderen Menschen den Pfad zum Heil zeigt. Manchmal gewinnt man jedoch den Eindruck Buddha sei fuer die Glaeubigen eine Art Gottheit, so verehren sie ihn zumindest. Wie Buddha es selbst vorgelebt hat, ermoeglicht die Meditation, das Beherrschen der Gedanken (Negative wie Positive), damit die positiven Kraefte des Geistes sich entwickeln und nur sie und nicht die negativen das Handeln bestimmen. Ausgangspunkt der Lehre des Buddhismus sind die vier edlen Wahrheiten. 1. Alles Dasein ist Leiden 2. Die Ursache des Leides ist die Begierde nach weltlichen Dingen. 3. Leid kann durch Ueberwindung der Begierden aufgehoben werden 4. Begierden koennen durch die Befolgung des 'Edlen Achtfachen Pfades' ueberwunden werden, der eine Art "zehn Gebote" wie bei uns Christen darstellt. Jeder Mensch besitzt Karma, eine Art Konto auf dem die positiven und negativen Taten gesammelt werden. Dieses traegt wesentlich zur Wiedergeburt bei, d.h. es bestimmt als was man im naechsten Leben wiedergeboren wird. Als absolutes Ziel wird das Nirvana angesehen. Eine Art Zustand in dem weder Glueck, Unglueck noch Leid herrscht.
Besonders viele Moenche sind mir in Kambodscha und Laos aufgefallen. Sie tragen safrangelben Gewaender, haben rasierte Koepfe und leben in Kloestern den so genannten Pagoden. In Kambodscha gibt es kaum eine Lebenssituation oder Feiern ohne die Moenche (Neujahrsfest, Namensgebung, Hochzeit, Beerdigung, Hausneubauten, Geschaefsteroeffnungen, Segnung des neu gekauften Autos.....). Besonders beeindruckend ist das allmorgendliche Sammeln von Nahrung der Moenche (besonders hier in Luang Prabang). Der Almosengang hat mit Betteln nichts zu tun. Die Moenche sollen ihre Kraft fuer ihre geistige Vervollkommnung einsetzen koennen. Daher muss der Geist frei sein von der Sorge um die taegliche Schale Reis sein. Zudem haben die Gläubigen durch die Almosen eine Möglichkeit ihr Karma zu verbessern. Viele maennliche Kambodschaner oder Laoten werden auch nur fuer eine bestimmte Zeit in ihrem Leben Moench. Das können ein paar Wochen, Monate oder Jahre sein. Es gibt auch viele sehr junge Moenche, die in den Kloestern eine traditionelle Ausbildung in der Religion, aber auch in weltlichen Lehren wie Naturwissenschaften, Mathematik oder Fremdsprachen erhalten. Im Gegensatz zu den anderen grossen Religionen ist der Buddhismus sehr tolerant. Man kann auch als Christ Buddhist sein und viele Buddhisten glauben neben der eigentlichen Lehre des Buddhismuses auch an Geister, die noch aus anderen Religionen bspw. dem Hinduismus oder irgendwelchen Urreligionen uebernommen wurden. Meines Verstaendnisses nach ist der Buddhismus im Prinzip eine Hilfestellung, die immer wiederkehrende Wiedergeburt zu ueberwinden und jeder Mensch kann diese annehmen oder es sein lassen.
Montag, 14. Juni 2010
Von Vientiane nach Luang Prabang (Laos)
Seit gestern befinden wir uns in Luang Prabang im Norden von Laos. Die Fahrt hier her war auch schon ein Erlebnis. Erstens weil landschaftlich wirklich super schoen (durch die Berge), zweitens weil mega lang (fuer die relativ kurze Strecke), kurvig (teilweise hatte man da ganz schoen Angst) und huppelig (dooferweise hatten wir nur Sitze ganz Hinten).
Am 8. Juni sind wir von Phnom Penh nach Vientiane geflogen und haben uns dort mit Niko und Oksana getroffen. Vientiane ist ganz nett aber nicht besonders spekatulaer. Fuer eine Hauptstadt sehr doerflich. Hier in Laos scheint es sowieso etwas ruhiger und entspannter zu zugehen. Es ist weniger Verkehr, es sind weniger Leute auf den Strassen und vor allem wird weniger gearbeitet (ich will jetzt nicht Verallgemeinern, aber die sind faul!). Die Tuk Tuk Preise sind dermassen hoch wie sonst nirgendwo in Sued Ost Asien. Naja so muessen sie weniger arbeiten, denn die dummen Touristen zahlen es ja sowieso. Es mag auch daran liegen, dass in den Staedten in denen wir bisher waren, ein relativ hoher Anteil von Touristen vorzufinden ist und die machen die Preise, Freundlichkeit und Arbeitsmoral in der Bevoelkerung ueberall auf der Welt kaputt.
Von Vientianne sind wir nach Vang Vieng gefahren. Es liegt auch in den Bergen und hat ein Menge Outdoor Aktivitaeten zu bieten (Wandern, Kajak, Fahradfahren Schwimmen...) Auch der nahgelegene Fluss bietet eine Menge Spass, da es Springtuerme, Wasserrutschen und alle Arten von Katapulten gibt, mit denen man in den Fluss springen kann. Leider ist die Stadt ein bisschen zu einer Party Hochburg fuer junge Englaender verkommen. Dort haben wir auch das sensationelle 4:0 gesehen (1.30 Uhr unserer Zeit)
Luang Prabang ist dagegen wieder ruhiger, aber super schoen, zumindest was ich bisher gesehen habe. Luang Prabang hat super viele Pagoden und daher gibt es hier auch viele Moenche. Ausserdem war es ueber hunderte Jahre die Hauptstadt von Laos bis die Franzosen diese ins Tiefland nach Vientiane verlegt haben. Luang Prabangs Altstadt ist ausserdem Unesco Weltkulturerbe. Wir werden uns die Stadt die naechsten drei Tage mal genauer anschauen und dann wieder Richtung Sueden fahren.
Abonnieren
Posts (Atom)